Informationen zum Corona-Virus

Patientenversorgung und Corona

Ihr geplanter Krankenhausaufenthalt

Fragen und Antworten rund um den geplanten Krankenhausaufenthalt in Corona-Zeiten

In der zweiten Infektionswelle, die den Freistaat Sachsen in besonderer Weise getroffen hat, war die allgemeine Patientenversorgung im Ev. Diakonissenkrankenhaus vorübergehend eingeschränkt. Nun können Patienten wieder für geplante Behandlungen oder Operationen in unser Krankenhaus aufgenommen werden. Wir geben Ihnen Antworten auf die häufig gestellten Fragen zu Ihrem geplanten Krankenhausaufenthalt.

Dr. med. Ulrich Socha, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

"Es ist wichtig, dass die Krankenhäuser ihre Versorgungsangebote wieder ausweiten und die Patienten zu ihren aufgeschobenen und teilweise überfälligen Behandlungen kommen. Ich kann verstehen, dass einige Patienten wegen der bestehenden pandemischen Situation mit Skepsis oder sogar mit Sorgen auf einen möglichen stationären Aufenthalt blicken. Diese Vorbehalte sind nachvollziehbar, aber unbegründet. In den Krankenhäusern gelten höchste Sicherheits- und Hygienestandards, die fortlaufend auf die bestehenden Corona-Infektionsrisiken angepasst und nachgeschärft werden."

Dr. med. Ulrich Socha, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

Dr. med. Thomas Blankenburg, Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Kardiologie

"Neben der bestmöglichen Versorgung von Corona-Patienten haben wir uns zu jederzeit mit voller Aufmerksamkeit auch um alle weiteren Patienten gekümmert, die aus anderen Gründen stationär untergebracht waren. Um hierbei eine größtmögliche Versorgungssicherheit gewährleisten zu können, wurden die COVID-19-Fälle in einem eigenen isolierten Bereich von speziell ausgebildetem Fachpersonal betreut. Patienten mit anderen Erkrankungen hatten keine Möglichkeit bzw. mussten nicht befürchten, direkt auf Corona-Patienten zu treffen. Auch wenn aktuell keine Corona-Versorgung mehr in unserem Haus stattfindet, achten wir weiterhin sehr genau auf einen größtmöglichen Infektionsschutz – überall und zu jeder Zeit."

Dr. med. Thomas Blankenburg, Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Kardiologie

 

Ihre Fragen zum geplanten Krankenhausaufenthalt

Können alle planbaren Operationen und Behandlungen wieder im Krankenhaus durchgeführt werden?

Grundsätzlich ja. Allerdings stehen dafür nicht die gewohnten Bettenkapazitäten zur Verfügung. Daher kann es zu Wartezeiten kommen.

Bereits geplante Behandlungstermine, die in den zurückliegenden Wochen und Monaten pandemiebedingt nicht stattfinden konnten bzw. verschoben worden sind, werden im Krankenhaus neu geplant. Die betreffenden Patienten werden von uns auf direktem Wege kontaktiert, um einen neuen Termin und alle weiteren Details abzusprechen. Wir bitten um Verständnis, dass es aufgrund einer Vielzahl dringlicher Behandlungen derzeit zu Wartezeiten kommen kann.

Wenden Sie sich bei Bedarf gern an Ihren behandelnden Haus- oder Facharzt, der sich zur weiteren Abstimmung und möglichen Einweisung mit uns in Verbindung setzen wird. Oder sprechen Sie uns zunächst direkt an – unter Telefon 0341 444-4 (Zentrale Information).

Was muss derzeit vor einer stationären Aufnahme beachtet werden?

Zunächst sollten keine akuten Symptome vorliegen, die auf eine Corona-Erkrankung hindeuten. Bei einer Aufnahme muss zwingend das negative Ergebnis eines aktuellen Corona-Tests vorgelegt werden (mehr dazu siehe nächste Frage).

Bevor Patienten für eine elektive Behandlung in unserem Krankenhaus aufgenommen werden, erfolgen in der Regel ein paar Tage vorher alle dafür nötigen Untersuchungen und Aufklärungen. Das Diakonissen-Ärztehaus steht für Fragen oder Terminvereinbarungen gern zur Verfügung – unter Telefon 0341 444-5016.

Muss ich als Patient einen negativen Testnachweis mitbringen oder werde ich bei Aufnahme getestet?

Eine stationäre Aufnahme ist nur auf Basis eines negativen Corona-Tests möglich, der nicht älter ist als 48 Stunden sein darf (PCR- oder Antigen-Schnelltest). Es besteht die Möglichkeit, den Testnachweis am Aufnahmetag mitzubringen oder sich in unserem Krankenhaus testen zu lassen (Antigen-Schnelltest).

Auch Voruntersuchungen/Aufklärungsgespräche oder ambulante Behandlungen (z. B. in unserer Physiotherapie-Abteilung) können nur durchgeführt werden, wenn ein negativer Testnachweis vorgelegt oder vor Ort ein Schnelltest durchgeführt wird.

Muss ich auch ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen, wenn ich bereits geimpft bin?

Ja, auch geimpfte Personen müssen zwingend einen negativen Corona-Test vorlegen. Denn bislang ist noch nicht sicher und abschließend geklärt, ob eine Corona-Impfung auch vor einer weiteren Virusübertragung schützt. Aus Sicherheitsgründen und zur Minimierung von Infektionsrisiken müssen sich daher alle Patientinnen und Patienten – unabhängig vom jeweiligen Impfstatus – den nötigen Testungen unterziehen.

Macht es Sinn, bereits geplante oder planbare Behandlungen weiter zu verschieben?

Wenn eine Behandlung medizinisch angezeigt ist, sollte sie möglichst zügig geplant und durchgeführt werden. Der behandelnde Haus- oder Facharzt sollte hierbei unbedingt beratend einbezogen werden. 

 

Welches Risiko besteht, dass ich mich während des Aufenthaltes mit dem Corona-Virus anstecke?

Das Krankenhaus ist mit seinem strengen Sicherheits- und Hygienekonzept ein vergleichsweise sicherer Ort. Im Laufe der Pandemie wurden die geltenden Schutzvorkehrungen zur Minimierung von Infektionsrisiken stets auf die aktuellen Gegebenheiten angepasst und nachgeschärft.

Dass in einer Pandemie bestehende Ansteckungsrisiken nicht gänzlich ausgeschlossen werden können, versteht sich dabei von selbst. Das korrekte Verhalten eines jeden Einzelnen ist gefragt – halten Sie sich daher bitte zu jeder Zeit an alle geltenden Abstands- und Hygieneregeln!

Was sind konkrete Maßnahmen des Krankenhauses zur Minimierung von Infektionsrisiken?

Das macht einen Krankenhausaufenthalt für alle Beteiligten so sicher wie möglich:

  • Aufnahme nur mit negativem Testnachweis
  • regelmäßige Patienten-Testungen während des stationären Aufenthaltes
  • regelmäßige Testungen von Krankenhauspersonal, die im unmittelbaren Patientenkontakt tätig sind
  • konsequentes Tragen von medizinischem Mund-Nasen-Schutz
    • Patienten: OP- oder FFP2-Masken
    • Personal: FFP2-Masken
  • persönliche Schutzausrüstung für unmittelbaren Patientenkontakt
  • regelmäßige Händedesinfektion
  • Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln
  • generelles Besuchsverbot und Zutrittskontrollen
Muss ich befürchten, dass ich mit einem COVID-19-Patienten in einem Zimmer untergebracht bin oder einem Infizierten während meines Aufenthaltes begegne?

Die Behandlung von Corona-Patienten erfolgte stets in einer Spezialstation, die vollständig vom übrigen Krankenhausbetrieb abgeschirmt war und ist. Da nun keine Corona-Patienten mehr in unserem Krankenhaus behandelt werden, werden ausschließlich Patienten vorübergehend isoliert untergebracht, bei denen der Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht.

Wird ein Patient während seines Aufenthaltes positiv auf das Corona-Virus getestet, so erfolgt eine umgehende Isolierung. Bei Unterbringung in einem Doppelzimmer wird der Mitpatient ebenfalls vorübergehend isoliert, bis der Corona-Verdacht mittels eines negativen Testnachweises ausgeräumt ist.

Sind Besuche von Angehörigen oder Freunden wieder möglich?

Besuche von Angehörigen oder Freunden sind nach aktueller Rechtslage noch nicht wieder gestattet und daher weiterhin nicht möglich. In unserem Krankenhaus gilt seit November ein generelles Besuchsverbot, das nur sehr wenige Ausnahmen zulässt.

Sind alle Bereiche des Krankenhauses geöffnet und betretbar?

In Verbindung mit einem generellen Besucherstopp gelten für das Diakonissenkrankenhaus Leipzig strenge Zutrittsregelungen. So ist festgelegt, dass Patienten oder zutrittsberechtigte Besucher ausschließlich den Haupteingang des Krankenhauses nutzen dürfen. Auch die Patienten der Radiologischen Gemeinschaftspraxis dürfen das Krankenhaus nur über den Haupteingang betreten und verlassen. Es erfolgen Zutrittskontrollen. Jeder Patient bzw. berechtigte Besucher ist verpflichtet, während seines Aufenthaltes einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz zu tragen (OP- oder FFP2-Maske).

Im Krankenhaus sind alle Stationen in Betrieb. Vorsorglich ist der Kiosk im Eingangsbereich des Krankenhauses bis auf Weiteres geschlossen. In der hauseigenen Cafeteria dürfen derzeit nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Speisen und Getränken versorgt werden. Die Außenanlagen sind wie gewohnt nutzbar.

Muss ich mich noch an die Corona-Regeln halten, wenn ich geimpft bin – etwa eine Maske tragen oder Abstand halten?

Auch bereits geimpfte Personen müssen weiterhin alle Hygiene- und Abstandsregeln einhalten und in unserem Krankenhaus zu jeder Zeit einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Mit einer Impfung soll ein möglichst wirksamer Schutz vor einer schweren Covid-19-Erkrankung erreicht werden. Ob eine Impfung auch die Weiterverbreitung des Virus und somit die Ansteckungsrisiken wirksam reduzieren kann, darüber gibt es noch keine gesicherten medizinischen Erkenntnisse. Aus diesem Grund müssen alle Corona-Maßnahmen zu jeder Zeit strikt eingehalten werden.