Reanimationstraining in Leipziger Oberschule

Leipziger Diakonissenkrankenhaus engagiert sich einmal mehr zur bundesweiten "Woche der Wiederbelebung"

Auf "Außendienst" in der Schule am Adler - v. l. n. r.: Dr. Alexander Rothe (Chefarzt Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Schmerztherapie), Dr. Sebastian Hammerich (Chefarzt Interdisziplinäre Notaufnahme) und Eve John (Auszubildende Berufsfachschule für Pflege).

Was tun, wenn sich plötzlich vor den eigenen Augen ein gesundheitlicher Notfall ereignet? Dann kommt es häufig auf ein schnelles und couragiertes Handeln von Ersthelferinnen und Ersthelfern an. Weil auch Kinder und Jugendliche in diese Ausnahmesituation geraten können, bringt sich das Diakonissenkrankenhaus Leipzig regelmäßig in den schulischen Unterricht ein. So waren Diako-Notfallspezialisten am 23. September 2026 im Rahmen der diesjährigen „Woche der Wiederbelebung“ zum gezielten Reanimationstraining in der nahegelegenen Schule am Adler.

Im sächsischen Lehrplan ist die Vermittlung von Erste Hilfe-Wissen grundsätzlich für die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen vorgesehen. Doch die konkrete Umsetzung mit eigenen Bordmitteln gestaltet sich im schulischen Alltag eher schwierig. Aus diesem Grund unterstützt das Reanimationsteam des Leipziger Diakonissenkrankenhauses seit vielen Jahren regelmäßig verschiedene Schulen in ihrem Einzugsgebiet bei dieser Aufgabe.

Praktisches Wiederbelebungstraining an einer Reanimationspuppe unter Anleitung von Dr. Alexander Rothe.

Im Rahmen der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“, die in diesem Jahr vom 21. bis zum 27. September 2026 stattfindet, besuchte ein Team von Diako-Spezialisten am Mittwoch, 23. September 2026, die im Stadtteil Plagwitz beheimatete Schule am Adler. Auf den Weg machten sich mit einigem Equipment Dr. Alexander Rothe als Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Schmerztherapie und Dr. Sebastian Hammerich als neuer Chefarzt der Interdisziplinären Notaufnahme. Bei der praxisnahen Schulung aller drei 7. Klassen wurden sie unterstützt von der Pflege-Schülerin Eve John, die sich derzeit im dritten Ausbildungsjahr an der Berufsfachschule für Pflege befindet und im Krankenhaus als Nachwuchsmitglied in der Arbeitsgruppe Reanimation mitwirkt.

Das A und O der Wiederbelebung

Im Rahmen des Trainings erhielten die Schülerinnen und Schüler der Oberschule zunächst eine theoretische Grundausbildung, wie sie einen Herz- und Kreislaufstillstand erkennen und sich richtig verhalten. Anschließend konnten die Jugendlichen in einem praktischen Teil ihr erworbenes Wissen in kleinen Gruppen an Reanimationspuppen ausprobieren.

Die Schülerinnen und Schüler übten sich in der Herdruckmassage - hier unter Anleitung und Beobachtung von Pflege-Schülerin Eve John (links im Bild), Chefarzt Dr. Sebastian Hammerich und dem stellvertretenden Schulleiter Christian Reinmann. Fotos (3): Alexander Friebel

„Prüfen, rufen, drücken“ – so lautet der Merksatz, den jeder Ersthelfer kennen und beherzigen sollte. Dieses so einfache wie lebenswichtige Procedere der Wiederbelebung, in dem zuerst die Atmung kontrolliert, dann der Notruf 112 gewählt und unmittelbar mit einer Herzdruckmassage begonnen werden sollte, wurde mit den Jugendlichen ausführlich besprochen und geübt.

„Es ist für medizinische Laien aller Altersklassen beruhigend zu wissen, wie sie sich im Notfall zu verhalten haben“, erläutert Dr. Alexander Rothe als Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Schmerztherapie im Leipziger Diakonissenkrankenhaus. Sein Appell an die potenziellen Lebensretter: „Jeder sollte es sich im Ernstfall zutrauen, eine Herzdruckmassage durchzuführen. Nur wer nichts tut, macht wirklich etwas falsch.“

Zur bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“

Mit der seit 2013 jährlich stattfindenden „Woche der Wiederbelebung“ setzen sich die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und der Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA) zum Ziel, das Selbstvertrauen der Bevölkerung in ihre eigenen Fähigkeiten als Ersthelferinnen und Ersthelfer zu stärken. Die bundesweite Aktionswoche findet in diesem Jahr vom 21. bis 27. September statt.

Weitere Informationen unter www.einlebenretten.de

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