Feierliche Eröffnung der Palliativstation
Festakt am 18. August 2026 mit rund 140 Gästen aus Medizin, Politik und Stadtgesellschaft
v. l. n. r.: Dr. Andrea Schultz (Stadtbezirksratsvorsitzende Alt-West), Katharina Gocht-Hamann (pflegerische Leitung Palliativstation), Dr. Anja Mende (ärztliche Leitung Palliativstation), Daniel Ferchland (BJP Architekten Ingenieure GmbH), Annett Oertel (Referatsleiterin Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt), Friedrich R. München (Geschäftsführer Krankenhausgesellschaft Sachsen), Dirk Herrmann (Kaufmännischer Geschäftsführer Diakonissenkrankenhaus Leipzig), Christian Kreusel (u. a. Vorsitzender Gesellschafterversammlung AGAPLESION MITTELDEUTSCHLAND gGmbH) und Maria Beyer (Theologische Geschäftsführerin Diakonissenkrankenhaus Leipzig).
Im Leipziger Diakonissenkrankenhaus befindet sich ein wichtiges Herzens- und Zukunftsprojekt unmittelbar vor seiner Fertigstellung. Es handelt sich um eine eigene Palliativstation, in der die fachgerechte palliativmedizinische Versorgung fortan an einem Ort konzentriert und weiter ausgebaut wird. Die offizielle Eröffnung wurde am 18. August 2026 im Rahmen eines Festaktes im Kreis geladener Gäste vollzogen. Der Start des Patientenbetriebs muss jedoch kurzfristig um einige Wochen auf ca. Anfang bis Mitte Oktober 2026 verschoben werden. Grund sind kurzfristig eingetretene Verzögerungen bei den Bauarbeiten und bei der Ausstattung der Räumlichkeiten.
Das rund 3,3 Millionen Euro umfassende Bauprojekt wurde zu 80 Prozent aus Fördermitteln des Freistaates Sachsen und zu 20 Prozent aus Eigenmitteln realisiert. Die neue Palliativstation verfügt über sechs Einzelzimmer und einen großzügigen Gemeinschaftsraum mit einer Terrasse ins Grüne. Der Erweiterungsbau befindet sich an einer strategisch wichtigen Stelle des Krankenhauses und verfügt über eine direkte Verbindung zur geriatrischen Station.

Symbolischer Banddurchschnitt durch Katharina Gocht-Hamann (pflegerische Leitung Palliativstation), Dr. Anja Mende (ärztliche Leitung Palliativstation), Annett Oertel (Referatsleiterin Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt) und Dirk Herrmann (Kaufmännischer Geschäftsführer Diakonissenkrankenhaus Leipzig).
Bereits seit 2019 ist hier ein Palliativmedizinischer Konsiliardienst im gesamten Krankenhaus aktiv, das stationären Patientinnen und Patienten bei Bedarf eine palliativmedizinische Mitbehandlung bietet. Dieses Versorgungsangebot wurde von Oberärztin Dr. Anja Mende aus der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Schmerztherapie etabliert und stetig weiterentwickelt. Nach intensiver Mitwirkung an der mehrjährigen Projektentwicklung und Feinplanung wird die Palliativmedizinerin auch die fachliche Leitung der Palliativstation übernehmen.

Zum Festakt anlässlich der Eröffnung der Palliativstation waren am Dienstag, 18. August 2026, rund 140 hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Medizin, Politik und Stadtgesellschaft anwesend. Dazu gehörten u. a. Annett Oertel (Referatsleiterin des Fachbereichs Krankenhauswesen im Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt), Dr. Andrea Schultz (Leipziger Stadtbezirksratsvorsitzende Alt-West), Friedrich R. München (Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Sachsen) sowie Christian Kreusel (u. a. Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der AGAPLESION MITTELDEUTSCHLAND gGmbH). Sie richteten jeweils auch ein kurzes Grußwort an die Gäste.

Im Rahmen der feierlichen Eröffnungsveranstaltung wurde auch ein Spendenscheck in Höhe von 5.000 Euro an das Behandlungsteam der Palliativstation überreicht. Der Betrag wird von der Ilse Schwarz-Stiftung bereitgestellt und der Ausstattung und Gestaltung der neuen Räumlichkeiten zugutekommen. Die gemeinnützige Stiftung macht sich in besonderer Weise für das Andenken der Leipziger Diakonissen und für das medizinische Wirken des Diakonissenkrankenhauses stark.
Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt: „Mit der Förderung in Höhe von 2,62 Millionen Euro hat der Freistaat dieses wichtige Projekt einer modernen Palliativversorgung im Evangelischen Diakonissenkrankenhaus Leipzig ermöglicht. Damit fallen zukünftig unnötige Belastungen für Patienten und Personal durch lange Wartezeiten und Verlegungen weg. Wir setzen ein klares Signal: Hier stehen der Mensch und seine Würde im Mittelpunkt. Es entsteht ein Ort des Trostes und der Geborgenheit. Gerade mit Blick auf unsere alternde Gesellschaft im Freistaat Sachsen und dem Recht auf eine hochwertige Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger danke ich allen, die sich für die Umsetzung dieses Projektes engagiert haben.“
Dirk Herrmann, Kaufmännischer Geschäftsführer des Diakonissenkrankenhauses Leipzig: „Dass wir ab Oktober über eine eigene Palliativstation verfügen, ist für die weitere Entwicklung unseres Krankenhauses von großer Bedeutung. Wir können damit unseren Anspruch einer fürsorglichen und zugewandten Medizin noch besser gerecht werden und neue Versorgungsmöglichkeiten für Menschen bieten, die auf eine solche Unterstützung angewiesen sind.“
Dr. Anja Mende, Leiterin der neuen Palliativstation: „Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass aus einem lang gehegten Wunsch medizinische Wirklichkeit wird und wir nun einen festen Ort haben, wo eine gezielte palliativmedizinische Versorgung möglich ist. Gemeinsam mit meinem hochspezialisierten und multiprofessionellen Team werden wir unsere ganze Kraft dafür einsetzen, dass hier für alle spürbar wird, wofür gute Palliativmedizin in einem christlich geprägten Krankenhaus steht. Unsere Palliativstation soll ein Ort des Zuhörens, des Linderns und mitfühlenden Begleitens sein.“

Das Leitungsteam der neuen Palliativstation: Katharina Gocht-Hamann (Pflege) und Dr. Anja Mende (Palliativmedizin). Fotos (5): Kay Zimmermann
Spenden für die gute Sache
Bei Interesse besteht die Möglichkeit, die palliativmedizinische Versorgung im Diakonissenkrankenhaus Leipzig mit einer Spende zu unterstützen. Konkret werden die auf diesem Wege bereitgestellten Mittel u. a. dafür verwendet, um den Palliativpatienten kleine oder ggf. auch letzte Wünsche zu erfüllen. Bei Bedarf ist die Ausstellung einer Spendenbescheinigung möglich, die steuerlich geltend gemacht werden kann (sofern die spendende Person bei der Überweisung den vollständigen Namen und die Adresse angibt).
Spendenkonto:
Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig
IBAN: DE88 3702 0500 0004 4750 01
SozialBank AG
Zweck: Spende Palliativstation (Auftrags-Nr. 313690)