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Arthrose: Erkennung und Behandlung

Eine Arthrose ist nicht plötzlich da. Sie entwickelt sich stetig und häufig über einen längeren Zeitraum hinweg.

 

In der Regel sind es dauerhaft zu intensive oder falsche Belastungen, die zu Abnutzungserscheinungen führen können und somit die Funktionsfähigkeit des betroffenen Gelenkes beeinträchtigen. Es entzündet sich, schwillt an, beginnt zu schmerzen und hört nicht wieder damit auf.

 

 

Im Frühstadium einer Arthrose kommt es im betroffenen Gelenk zu Schädigungen an der Knorpelschicht (der „Gelenkschmiere“) – zunächst noch eher klein und oberflächlich, mit Fortschreiten der Erkrankung werden auch die Gelenkknochen in Mitleidenschaft gezogen. Im Spätstadium ist die schützende Knorpelschicht komplett abgerieben und der Gelenkspalt als Pufferzone verschwunden, weshalb die nun freiliegenden Gelenkknochen direkt aufeinander reiben. Dies führt zu weiteren fatalen Veränderungen im Gelenk: es verhärtet und verbreitert sich, zudem können sich Knochenzacken an den Rändern des Gelenks bilden. Bei jeder Bewegung sind diese Arthrose-Symptome dann schmerzhaft spürbar.

 

Erkennung

 

Ausgangspunkt für die Diagnostik ist ein ausführliches persönliches Gespräch zwischen Arzt und Patient und eine genaue Untersuchung. Verhärtet sich der Verdacht auf eine Gelenkerkrankung, werden bildgebende Verfahren einbezogen (Röntgen, Sonografie, MRT). Auf dieser Basis können die weiteren Behandlungsschritte konkret besprochen und gemeinsam geplant werden.

 

Behandlung

 

Hauptanliegen aller therapeutischen Maßnahmen ist es, dem Patienten wieder zu einem Leben ohne große Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu verhelfen. Hierbei sind zunächst konservative Methoden das erste Mittel der Wahl, um erkrankte Gelenke zu entlasten und vor weiteren Über- oder Fehlbelastungen zu schützen. Dazu zählen u. a. physiotherapeutische Maßnahmen, orthopädische Hilfsmittel oder medikamentöse Behandlungen.

 

Im EndoProthetikZentrum am Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig stellen sich überwiegend die Patienten vor, bei denen alle konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Im nächsten Schritt können arthroskopische Verfahren (Gelenkspiegelung) oder Umstellungsoperationen angezeigt sein. Nicht selten zeigt sich aber, dass letztlich der Einsatz eines Kunstgelenks die beste oder noch einzig verbliebene Behandlungsoption ist.