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Gastroenterologische Endoskopie

Endoskopische Funktionsabteilung in der Gastroenterologie

 

 

 

In unserer Endoskopieabteilung arbeiten wir mit modernen Videoendoskopen. Für die Untersuchungen stehen 3 gut ausgestattete Räume zur Verfügung. Mittels der Videoendoskopie ist es möglich, die Organe des oberen und unteren Verdauungstraktes (Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Mastdarm, Dickdarm und ein Stück Dünndarm) sowie die Bronchien zu spiegeln. Die Videoendoskopie erlaubt eine genaue Beurteilung der Schleimhäute und ermöglicht durch die Entnahme von Gewebsproben auch eine feingewebliche Diagnosestellung. Gleichzeitig können bei der endoskopischen Untersuchung auch therapeutische Maßnahmen zur Anwendung kommen, wie z. B. die Blutstillung bei blutenden Geschwüren, das Abtragen von Polypen oder die Aufdehnung von entzündungs- oder tumorbedingten Einengungen im Verdauungstrakt.

 

Bei einer Spiegelung mit einem Seitblickgerät können die Gallengänge und der Bauchspeicheldrüsengang mit Kontrastmittel gefüllt und röntgenologisch dargestellt werden (ERCP). Auch hier ist die therapeutische Endoskopie von großem Nutzen, da gleichzeitig Abflussbehinderungen wie Steine im Gallengang beseitigt oder tumorbedingte Einengungen durch die Einlage von Plastik- oder Metallröhrchen (Stents) überbrückt werden können.

 

Spezielle Ultraschallendoskope ermöglichen den Ultraschall aus dem Körperinneren durch die Wand der Speiseröhre, des Magens, des Zwölffingerdarms oder des Enddarmes hindurch. Bei dieser Untersuchung können Tumore, Lymphknoten oder auch Zysten punktiert werden.

 

Da es sich bei den modernen Endoskopen nicht um Einmalartikel handelt, könnten bei unsachgemäßer Reinigung Krankheitserreger von einem Patienten auf den nächsten übertragen werden. Um dies auszuschließen, werden in unserer Endoskopieabteilung zum Schutz der Patienten alle Endoskope ausschließlich mit Hilfe vollautomatischer Waschmaschinen nach den derzeit gültigen Hygienerichtlinien aufbereitet. Durch das Gesundheitsamt bzw. Hygieneinstitut werden regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt.

 

Jährlich werden in unserer Endoskopieabteilung etwa 4000 diagnostische und therapeutische Untersuchungen durchgeführt. Die Untersuchungen werden durch den Chefarzt, die gastroenterologische Oberärztin oder durch Funktionsassistenten unter Anleitung durch den Chefarzt oder die Oberärztin durchgeführt. Für die Untersuchung auf der Intensivstation oder bei nicht transportfähigen Patienten steht eine mobile Endoskopieeinheit zur Verfügung. Für Notfalluntersuchungen außerhalb der regulären Dienstzeit gibt es eine 24-Stunden-Rufbereitschaft des Chefarztes und der Oberärzte unter der Assistenz der OP-Schwestern und –Pfleger.

 

Unser Endoskopieteam ist bemüht, sich auf jeden Patienten individuell einzustellen und ihm mögliche Ängste vor der Untersuchung zu nehmen. In der Regel werden die endoskopischen Untersuchungen mit einer Betäubungs- und/oder Schmerzspritze durchgeführt, so dass kein Patient starkes Würgen oder Schmerzen befürchten muss. Ambulante Patienten erhalten eine Liege und einen Spind in einem Zimmer auf der Station 4. Sie werden von dieser Station zu der Untersuchung abgeholt, nach der Untersuchung in ihr Zimmer zurückgefahren und können dort ausschlafen, bis sie nach ca. 1 – 2 Stunden nach Hause gehen dürfen.